© Dr. Ralph Okon 30.12.2011
Im Jahr 2007 nahm ein Pilot wegen eines Aussenläufermotors für sein Elektrospeedflugmodell Kontakt mit mir auf.
Zu der Zeit dominierten die Modelle mit Verbrennungsmotoren die Szene und die Elektroflieger wurden nur milde belächelt.
Inzwischen liegen die Rekorde bei den E-Fliegern höher als die der Verbrennerspeeder und es gibt ein faires Miteinander.
Hier eine Auswahl von Bildern meiner Speedmodelle:
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Der erste Flieger, mit dem ich versuchte habe, etwas schneller unterwegs zu sein, hatte eine recht schwere aber hochstabile glasbelegte Styro/Abachifläche aus ebay auf einem
"Aldebaran"-Rumpf vom Ragnar Sanftenberg. Das Leitwerk war aus Balsa selbstgeschliffen. |
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Ein baugleicher Rumpf wurde dann mit einer RW-2 4-Klappenfläche kombiniert. Das Höhenleitwerk (RW-1) hatte ich von Marcus Koch bekommen. Das Ende des Fliegers kam viel zu schnell durch eine Funkstörung - in durfte zusehen, wie er aus 200m unsteuerbar Fahrt aufnahm und sich im Acker zerlegte. |
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Ebenfalls mit dem Alderanrumpf - jetzt hochstabil und in schwarz - war dieser Flächen-und Leitwerkssatz vom Aktivist unterwegs, Das war der erste Flieger, den es mir im Speedflug in der Luft zerlegt hat. |
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Kurz vor Laucha 2008 habe ich mangels eines echten Speedfliegers angefangen, Teile verschiedener Flieger zu Speedern zusammenzusetzen. Ich habe sie gemäß ihrer Herkunft als "Notlösung" oder eben auch als "Chimäre" bezeichnet. Dieses Bild zeigt den Rumpf einer Ariane 9T (den ich vom Jörg Tiemann bekommen hatte) mit einem RW F5F Höhenleitwerk und einer gekürzten Styro-Abachi Fläche eines unbekannten Hotliners. |
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Ebenfalls für Laucha 2008 wurde diese alte Styro-Abachi Hotlinerläche zusammen mit einem Rumpf und dem GFK-V-Leitwerk eines alten "Amaretto" sowie einem 4020er Speedcroco zusammen flugfähig gemacht. |
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Der Arianerumpf bekam dann doch ein CFK - RW 1 Leitwerk vom Marcus Koch und eine hochstabile Raketenwurm -1 CFK-Fläche vom Michael Bensch. Zu dieser Zeit habe ich mich noch nicht getraut, einen Speeder selber zu fliegen. Mit dieser Chimäre gelang es Manuel Nübel als Piloten mit 383,5km/h in der DM F3S 2008 in der Elektroklasse auf Anhieb den 2. Platz zu belegen. Das Modell hat ihm offenbar so gut gefallen, dass ich es danach nie wieder gesehen habe..... |
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Der erste Versuch eines echten Speeders: Der Aldebaranrumpf kombiniert mit einer verstärkten 2 klappen CFK-Hartschalenfläche vom Erwin 4 vo Markus Podovin (pcm.at). Das V-Leitwerk wurde zum T umgearbeitet. |
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Das ist ein Rumpf vom strat.at-RW-F5F kombiniert mit einer Styro-CFK-Fläche eines alten F5B Wettbewerbsfliegers und mein eigener praktischer Einstieg ins Speeden. Beim 2009er Speedtreffen in Dachau habe ich damit erstmals die kurze 150m Messstrecke wenigstens von einer Seite getroffen - 245km/h = 196km/h für die Wertung. Ein Anfang war gemacht. Ausserhalb der Messstrecke wurden damit mehrfach Geschwindigkeiten von >300 bis zu 330km/h erreicht (unilog). |
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Ein sehr preiswerter Styro-Abachi-Hotliner namens Tabasco mit gekürzter RG-15 teilweise Kohleverstärkten Styro-Fläche und verkleinerten Querrudern lebte nicht lange. Jedenfalls was den Rumpf betrifft.... |
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Also habe ich die beim Einschlag heil gebliebene Fläche mit dem vom vorherigen Einschlag übriggebliebenen Rumpf des Dachaufliegers kombiniert und konnte wieder fliegen. |
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Nachdem es nach ein paar Wochen diesen Rumpf auch "gekostet" hatte, habe ich vorübergehend sogar den Balsakastenrumpf mit CFK-Angelrutenleitwerksträger meines "Feierabendseglers" zum Speeden missbraucht. Da die Geschwindigkeiten nur im Bereich von ca. 230km/h lagen gab es keine Festigkeitsprobleme. |
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Dann kam wieder ein RW F5F Rumpf mit einer Fläche, von der ein Hangflieger behauptete, man könne sie am Flieger mit 3kg aufbalastiert aus 500m senkrecht runterholen und unten einen eckigen Looping fliegen. Geflogen habe ich diese Kombi aber nicht. |
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Dafür zunächst die "Tabasco"-Fläche mit einem "Warp 10"-Rumpf vom Markus Koch sowie CFK-verstärktem Balsaleitwerk. Diese Kombi ging mit 8S und einem 4220 18N16P sowie 8S 3700er wieder über 300km/h. |
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Da die DM 2009 in Osnabrück anstand, habe ich die angeblich so ultrastabile GFK Fläche mit dem "Warp"-Rumpf und dem passenden Höhenleitwerk kombiniert. |
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Hier beides im auf optimale Sichtbarkeit getrimmten Farbschema Leuchtorange/Schwarz. Schnell war das Ding wirklich - aber nicht stabil genug. Bei einem Trainingsflug hat es bei ca. 330-340 die Fläche nach kurzem Flattern in der Luft zerissen. Der Rumpf flog allein 300m weiter bis zum Einschlagpunkt. Immerhin haben der Jive 120HV und der 4220er Motor den Einschlag unbeschadet überlebt. |
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Also musste ich wieder meine Bestände nach verwertbarem checken, wenn ich 2009 in Osnabrück aktiv dabei sein wollte. Die sukzessive auf 145cm gekürzte Tabascofläche und ein F5F Rumpf aus der RC-Network Börse ergaben zusammen mit einem 3525er Speedcroco einen brauchbaren Flieger. In den Rumpf passten nur 4S 3700er und ein Jive 100+ LV, aber das Ding flog. So gelang es 2x die Messstrecke zu treffen und mit offiziellen 232km/h (glücklich) wieder heim zu fahren. Lustig: Mit genau diesem Motor an seinem Eisvogel war der Kai Koppenburg inzwischen um über 200km/h schneller (450km/h!) unterwegs Leider waren die Rumpfschalen bei dem Ding einfach nur stumpf aufeinander geklebt, sodaß sich bald darauf der Leitwerksträger bei einer etwas härteren Landung regelrecht aufspaltete. |
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Einer der beschädigten RW F5F Rümpfe wurde mit großzügiger Kohlebelegung repariert und es ging weiter. Bei den 2009er Weltrekordversuchen in Rothenburg durfte ich damit die Messanlage testen. Dabei konnten ich in der 200m Strecke schon 272km/h erreichen - mit einer "zahmen" 5S Motorisierung. |
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Nach den Weltrekordversuchen in Rothenburg überreichte Erwin Schamburger mir diesen crocogrünen Eisvogel 2008 mit den dürren Worten "Zum Testen!" Bei der DM 2009 hatte er diesen Eisvogel noch selbst erfolgreich durch die Strecke gejagt. Mit diesem Modell hatte ich meine ersten wirklich schnellen Flüge. |
| Ein Hayabusa beim Fotoshooting im Schnee. Irgendwie war es mir gelungen, Stefan Penz zu beschwatzen, mir einen seiner Vögel zu überlassen. Nachdem mir aber der Eisvogel zugeflogen war, habe ich den Hayabusa einem anderen Speedpiloten überlassen, der ihn heute noch erfolgreich fliegt. |
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Das ist die nächste Variante der Chimäre. Nachdem mittlerweile ein Pfahl im Wege stand, habe ich die zerbrochene Fläche gewechselt. Diesmal wurde die Reserve-"Tabasco" Fläche aus dem Regal gleich aufs Endmaß von 145cm gekürzt. Mit der aktuellen 18N16P 6S Motorisierung und Jive 100+ LV geht's nun auch mit der Gummibandflächenbefestigung > 300km/h schnell (aktuell 310,7km/h. Mal sehen, wie lange diesmal.....
...War auch nicht lange. Nachdem der Jive mit der zu heiss gewordenen Endstufe auch gleich das BEC mit abgeschaltet hat, ging es mit geloggten 280km/h direkt 30cm tief in die Wiese. |
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So hatte ich wenigstens einen Grund ein vor längererer Zeit begonnenes Projekt endlich in die Luft zu bringen. Hierbei handelt es sich um eine DS-Fläche des 2m-Erwin von Marcus Podovin (pcm.at) kombiniert mit Rumpf und Leitwerk des Warp 10 vom Markus Koch. Etwas "problematisch" ist das Gewicht der hyperstabilen Fläche: die 1060g (komplett mit Servos) lassen verhältnismäßig wenig Akkumasse zu. Mehr als 6S 3200er sind nicht machbar, wenn man sich an die 75g/dm 2 halten will. Aktuell fliege ich ihn mit einem echten croco (18N16P4220) mit 6S 2650er und einer 16" x 16" im Direktantrieb mit >50 m/s steigen bei max. 135A. Die Thermikleistung des Fliegers ist überraschend gut und man kann ihn aus großen Höhen ganz einfach senkrecht wieder runterholen. Mit einer 14" x 21" erreicht er im Speedflugtrimm auch beachtliche Geschwindigkeiten für den kleinen Antrieb. |
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Noch ein Chimärenprojekt aus 2010: Rumpf ebenfalls vom Warp von Markus Koch Fläche von der Flame evo (Stefan Heuel & Holger Mittelstedt) Leitwerk von Stefan Penz' Hayabusa Antrieb mit 6S (bis zu 8S sind möglich) und > 2000W/kg So lang wie breit: Länge und Spannweite je 128cm. Wegen des zu weichen Aufbaus der verwendeten Fläche konnte das Potenzial dieser vielversprechenden Kombination nie ergründet werden. |
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Die Chimera 2011-1. Sie verhalf mir zum Sprung über die 400km/h Marke - wenngleich noch nicht in der Messstrecke. In der kurzen Dacheuer Messstrecke waren es immerhin schon 381km/h im Durchschnitt beider Anflugrichtungen. Details finden sich auf dieser Seite Und Bilder vom "plötzlichen Ende" der Chimera 1 gibt es auf dieser Seite |
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Die Chimera 2011-2. Details finden sich auf dieser Seite |
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Der bisher wohl schönste Speedcrocoflieger ist für mich der Eagle-T. In der langen FAI-WR-Messtrecke reichte es mit nur 7S im September 2011 für 372 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Zur Entstehung und zu den Leistungen dieses Modells gibts hier mehr Details. |
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Der Nachfolger des Eagle-T wird der "Blackeagle". Mit 4 echten Klappen wird das mein neuer Allrounder. Die von Joachim Weirich komplett in spread-tow und besonders stabil gebaute Fläche zusammen mit dem Warprumpf und einem RW-1-Leitwerk geben imho einen echten Hingucker. Angetrieben wird er von einem 4235er Scorpionmotor nebst 12" x 24" Klapplatte und 10S werden. Wie schon bei der Chimera wird die RC-Anlage komplett mit HV Komponenten aufgebaut. |
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